Millionen Deutsche ohne elektronische Gesundheitskarte

Checkliste

Ab Januar 2014 wird die elektronische Gesundheitskarte mit Lichtbild Pflicht – Jetzt machen Krankenkassen Druck auf eGK-Verweigerer!

Die Krankenkassen haben ein großes Problem mit der im Januar eingeführten Gesundheitskarte. Die Bevölkerung weigert sich aber, hier mit zuziehen. Jetzt fangen die Krankenkassen an, den Druck auf solche Bürger zu erhöhen.

Sie ist da, die neue umstrittene elektronische Gesundheitskarte. Diese wurde ab dem 01.01.2014 eingeführt und soll die bisherige Chipkarte ersetzen. Doch die Kassen hatten in den letzten Monaten des Vorjahres gewaltige Anspannungen auszustehen, denn viele Hunderttausende Versicherte haben Ihr Foto, dass für die neue Gesundheitskarte gebraucht wird, verweigert.

Somit wurde der Sprung ins digitale Ausweiszeitalter erheblich erschwert.

Von den 70 Millionen Bürgern zeigten sich immerhin 5 % mehr als unkooperativ. Die Gründe sind eigentlich immer dieselben, mal ist es reine Trödelei, mal trauen Sie der elektronischen Gesundheitskarte nicht hundert prozentig. Es geht hier immerhin um viel Geld, dass die Krankenkassen investiert haben. Der Betrag, was die neuen Karten gekostet haben, beläuft sich hier auf 700 Millionen Euro, was aus den Beitragsgeldern abgezweigt wurde.

„Auch der Verwaltungsmehraufwand, der hier jahrelang betrieben wurde, weil zwei Kartensysteme eingesetzt wurden, muss ein für alle Mal beendet werden“, so die Kassen selbst. Sollte hier noch jemand sein, der noch keine neue eGK, (elektronische Gesundheitskarte) besitzt, bekommt durch die Kassen deutlich mehr Druck zu spüren.

Die Anstrengungen der Krankenkassen sind hier unvorstellbar, sie ziehen alle Register, die Ihnen zur Verfügung stehen. Sei es durch das Hinterhertelefonieren, oder mit Hotline Mitarbeiter, die beim Kunden Überzeugungsarbeit leisten müssen, ob der Kunde jetzt den Aufwand scheut oder wenn es um den Datenschutz geht.

Von den Ärzten ist hier keinerlei Hilfe zu erwarten, da diese angedroht hatten, die neue Gesundheitskarte zu boykottieren. Es wurden sogar kostenlose Fotoservice angeboten, damit die Kunden keinerlei Ausgaben hatten. Selbst das Übermitteln des Fotos per Computer wurde in die Wege geleitet, um den Kunden Wege abzunehmen. Es wurde ein Rennen gegen die Zeit, da der Hersteller der Karten gute acht Tage braucht, um eine solche Karte zu fertigen.

Angst ohne Versicherungsschutz dazustehen

Den Endspurt legten die Krankenversicherungen dann am Jahresende hin, da die alte Karte an Sylvester ausgelaufen war. „Die Kunden, die überhaupt nicht reagiert hatten, bekamen nochmals ein Schreiben und dann hat sich die Sache“, so die Versicherungen. Die Angst machte sich bei den Betroffenen breit, dass Sie ab dem 01.01.2014 nicht mehr versichert sind. Diese hatten beim Verbraucherschutz angerufen, um die Sachlage zu klären. Die Angst sei unbegründet, denn es werde keiner beim Arzt nach Hause geschickt, wenn er eine solche Karte nicht besitzt.

Übergangsfrist für Karteninhaber verlängert

So hat die kassenärztliche Bundesvereinigung beschlossen, die Übergangsfrist zu verlängern, und zwar bis zum 30. September 2014. Sollten hier noch einige Kunden beim Arzt auftauchen, werden diese auch noch akzeptiert. Es hängt aber in letzter Instanz von Arzt ab, ob dieser die alte Chipkarte noch akzeptiert. Da die neuen Gesundheitskarten ein anderes Lesegerät beanspruchen, haben viele Ärzte das alte Gerät schon gar nicht mehr und können so die alte Chipkarte nicht mehr lesen.

Außerdem müsse sich der Patient mit einer alten Karte auf Unannehmlichkeiten einstellen, was zu einem Ersatzverfahren beim Arzt führen kann. Ein solches Ersatzverfahren wird dann auch durchgeführt, wenn die neue Gesundheitskarte verloren gegangen wäre.

Der Patient muss den Versicherungsnachweis bringen

Plan B sieht vor, dass der Patient binnen 10 Tage nach der Behandlung einen Nachweis beim Arzt vorlegt, wo diese bescheinigt, dass der Patient bei der Kasse versichert ist. Kann der Patient diese Bescheinigung nicht vorlegen, so darf der Arzt die Behandlungskosten dem Patienten privat in Rechnung stellen. Hier kann der Arzt sogar das Mehrfache des Kassensatzes aufrechnen, wenn dieser es für nötig hält. Mit dieser Rechnung bekommt der Patient die letzte Chance, innerhalb von 14 tagen einen Versicherungsnachweis zu bringen.

Hat der Patient einen solchen nachgereicht, muss der Arzt seine Rechnung wieder zurückziehen. Hat der Kunde allerdings die 14 Tage verstreichen lassen, dann bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Rechnung des Arztes zu zahlen.

Es bleibt hier aber stehen, dass die Kassenpatienten dazu verpflichtet sind, ein aktuelles Foto bei der Kasse abzugeben. Sie sollten auch nicht irgendein Foto abgegeben, dass Ihr Auto, Katze oder sonstige Person zeigt. Damit sind Sie nicht aus dem Schneider, so steht es im Gesetz.

Die neue Karte kann viel, aber keiner macht was damit

Sie brauchen kein Foto abgeben, wenn es Ihre Religion verbietet, wenn Sie unter 15 Jahre alt sind, oder wenn Sie eine Pflegestufe innehaben. Dann bekommen Sie die Gesundheitskarte auch ohne Lichtbild zugeschickt. Wenn Sie sich entschließen, auch nach der Übergangsfrist keine neue Gesundheitskarte annehmen zu wollen, dann bleiben Ihnen hier einige Möglichkeiten offen.

Die eine wäre die Wahl der Kostenerstattung. Sie können die Arztrechnungen selber zahlen, müssen diese aber dann später bei der Kasse einreichen, welche von der Krankenkasse ersetzt wird. Sie haben hier aber das Risiko, das Sie auf den normalen Kosten sitzen bleiben.

Sollten Sie in der heutigen Zeit auch von Abhörskandalen und der immer häufigeren internationalen Datensammelwut gebeutelt sein, kann die Krankenkasse Sie hier beruhigen. Da einzige was neu an der Gesundheitskarte ist, währe das Foto, das auf der Vorderseite ist. Damit wird sichergestellt, dass diese Gesundheitskarte auch dem Patienten gehört, der auf dem Bild abgelichtet ist. Somit wird ein Weiterreichen der Karte schon fast unmöglich, jedenfalls nicht so, wie es mit der Chipkarte gemacht wurde.

Alles andere, was Sie über die Karte gehört haben, ist noch Zukunftsmusik. So ist es noch nicht möglich Rezepte, Behandlungen oder die elektronische Patientenakte zu speichern. Da die Karte aber „Lernfähig“ ist, wäre die Möglichkeit zum Datensammeln hier gegeben.

Die Umsetzung dieser Gesundheitskarte war laut angeben der Krankenkassen ein wahres Mammutprojekt, das sich für die Zukunft bezahlt machen soll. Aber die Ärzte und auch die Datenschützer melden hier bedenken an und befürchten einen erheblichen Mehraufwand, der teuer werden könne, wenn es um die Datenkontrolle geht.

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